Die GEW Saarland

Aktuelles

Service

Kontakt

Archiv

 
 
 
Aktuelle Themen
Termine
Pressemitteilungen
Informationen
Stellungnahmen
Links
   
   
   
 

Pressemitteilung 03-2010

09.03.2010



 
GEW-Saarland positioniert sich zu Jamaika

Die GEW Saarland hat nach intensiver Beratung auf einem außerordentlichen Landesausschuss am 8. März 2010 ein umfangreiches Positionspapier zur Bildungspolitik der neuen Landesregierung mit großer Mehrheit beschlossen. Sie unterstützt Vorhaben, die zu längerem gemeinsamen Lernen und damit zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen können. Dazu zählt die GEW u.a. den Ausbau frühkindlicher Bildung, kostenfreie Ganztagsschulen, eine später als bisher einsetzende äußere Fachleistungsdifferenzierung an Gesamtschulen und Maßnahmen zur Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung.

Die GEW hält den saarländischen Sonderweg, Schulformen in der Verfassung zu benennen, für einen Hemmschuh der Bildungsreform. Sie unterstützt eine Verfassungsänderung, bei der alle Schulformen aus der Verfassung herausgenommen werden, damit neue Möglichkeiten für längeres gemeinsames Lernen eröffnet werden.

Aus Sicht der GEW finden sich im Koalitionsvertrag aber auch problematische Aussagen, Maßnahmen und Weichenstellungen, Die Kritik daran will die GEW auch weiterhin deutlich zum Ausdruck bringen.

Skepsis äußert die GEW zu den vorgesehenen Strukturveränderungen im Schulwesen. Sie hält die Verlängerung der Grundschulzeit um nur ein Jahr für unzureichend, zumal bisher kein tragfähiges Konzept vorliegt, welches die großen Zweifel an einer sinnvollen pädagogischen und organisatorischen Umsetzung ausräumen könnte. Daher könne die GEW den Plänen für ein 5. Grundschuljahr derzeit nicht zustimmen.

Die GEW bleibt bei ihrer Ablehnung eines Zwei-Säulen-Modells, weil dadurch Gymnasien nicht in eine Schulstrukturreform einbezogen werden und ein gegliedertes Schulsystem auf lange Sicht verfestigt wird.

Aus Anlass des Internationalen Frauentages verwies GEW Chef Balnis darauf, dass auch im Bildungsbereich viele Frauen in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten - an freiwilligen Ganztagsschulen, in der Integrationshilfe oder in der Weiterbildung. Er bekräftigte: „Gute Bildung ist nur mit gut ausgebildeten Fachkräften in gesicherten Arbeitsverhältnissen mit angemessenen Rahmenbedingungen mit tariflicher Bezahlung zu haben.“

Das komplette GEW Positionspapier steht hier zum Download bereit.

 
  © 2011 Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Saarland

| Impressum