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Pressemitteilung 05-2009 |
11.02.2009 |
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Maßnahmen
zum Erhalt der Lehrergesundheit gefordert
Anlässlich des 5. Gesundheitstags für Lehrkräfte, den die
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband
Saarland, im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel
durchführte, kritisiert die GEW die zunehmende Belastung der
Lehrkräfte im Saarland durch eine Verschlechterung der schulischen
Rahmenbedingungen. Hierzu zählen in erster Linie die Zunahme von
schwierigen Schülerinnen und Schülern, die übergroßen Klassen, sowie
die hohe Unterrichtsverpflichtung. Diese Faktoren führen zu
vermehrtem Stress und zu erheblichen gesundheitlichen
Beeinträchtigungen der Lehrerschaft, die bis zum so genannten
Burnout reichen und zu krankheitsbedingtem frühzeitigen Ausscheiden
aus dem Schuldienst beitragen.
GEW-Chef Klaus Kessler sagte dazu: „Viele Lehrer werden durch den
Stress in der Schule krank und müssen frühzeitig den Schuldienst
quittieren. Wir brauchen dringend kleinere Klassen und eine
Absenkung der Unterrichtsverpflichtung. Außer diesen
Rahmenbedingungen muss die Landesregierung mehr für die
Gesunderhaltung der saarländischen Lehrkräfte tun. Wir fordern die
Erstellung eines Gesundheitsberichtes der saarländischen Lehrkräfte,
aus dem hervorgeht, in welchem Alter und aus welchen Gründen
Ruhestandsversetzungen vorgenommen werden. Ein Gesundheitsbericht
soll auch schulformbezogen darüber Auskunft geben, welche
krankheitsbedingten Ursachen für die Frühpensionierungen
verantwortlich sind.“
Darüber hinaus fordert die GEW die Einrichtung eines landesweiten
Modellprojektes mit dem Titel „Strategien zur Gesunderhaltung von
Lehrkräften“. Dieses Modellprojekt soll vier inhaltliche
Schwerpunkte zur Gesunderhaltung der saarländischen Lehrkräfte
beinhalten:
1. Stressmanagement und Entspannungsmethoden
2. Supervision und Coaching, insbesondere für
Schulleitungsmitglieder
3. Umgang mit Konflikten, Mobbing und Krisen
4. Individuelle Lehrerberatungen zur Gesundheitsprävention
In anderen Bundesländern, wie bspw. Rheinland-Pfalz und Bayern,
werden ähnliche Gesundheitsprojekte mit großem Erfolg durchgeführt.
Klaus Kessler dazu abschließend: „Die Landesregierung muss ihrer
Fürsorgepflicht gegenüber der Lehrerschaft stärker nachkommen als
bisher und mehr Gesundheitsprävention betreiben. Sie muss endlich
erkennen, dass die Gesundheit der Lehrkräfte einen MehrWert für
Schule und Gesellschaft darstellt.“

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