Pressemitteilung 07-2009

18.02.2009

 GEW: G8-Gutachten endlich veröffentlichen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, fordert die Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf, das vom Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) verfasste Gutachten zum G8-Gymnasium im Saarland endlich der Öffentlichkeit vorzustellen. Die GEW unterstützt darin die Landeselterninitiative für Bildung, die ebenfalls eine Veröffentlichung des Gutachtens gefordert hat. Das Berliner Institut hatte im vergangenen Jahr den Auftrag erhalten, die Lehrpläne des saarländischen G8-Gymnasiums von Wissenschaftlern und Fachdidaktikern zu untersuchen und zu prüfen, inwiefern deren Überarbeitung einer gymnasialen Schulzeitverkürzung gerecht wird. Darüber hinaus sollte geprüft werden, inwiefern die Lehrplaninhalte den neuen formulierten Bildungsstandards entsprechen.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse war bereits für Oktober 2008 angekündigt, ist allerdings bis heute nicht vorgenommen worden. Nach Informationen der GEW liegt das komplette Gutachten der Bildungsministerin seit dem Jahreswechsel vor, ohne dass die Schulen und die Öffentlichkeit hierüber informiert worden sind.

GEW Landesvorsitzender Klaus Kessler sagt dazu: „Sowohl die Schulen als die interessierte Öffentlichkeit haben einen Anspruch darauf, die Ergebnisse der G8-Lehrplan-Untersuchung zu erfahren. Das Berliner Qualitätsinstitut wird von den Steuergeldern der Länder finanziert und ist nicht das Privatinstitut der Kultusministerin. Insofern fordere ich Frau Kramp-Karrenbauer auf, jetzt ab sofort das komplette Gutachten ohne Abstriche der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bei weiteren Verzögerungen entsteht der Eindruck, dass hinter den Kulissen Korrekturen an eventuell missliebigen Ergebnissen vorgenommen werden.“

 
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