| |
|
|
 |
Pressemitteilung 08-2009 |
26.02.2009 |
 |
GEW
ruft zur Demonstration und Kundgebung auf
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband
Saarland, ruft gemeinsam mit Ver.di und GdP zur Teilnahme an einer
Protestdemonstration der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes am
Freitag, dem 27. Februar 2009, in Saarbrücken auf. Nach dem
Scheitern der dritten Verhandlungsrunde zur Tariferhöhung für die
Landesbeschäftigten des öffentlichen Dienstes wollen die
Gewerkschaften den Druck auf die Landesarbeitgeber erhöhen, damit
diese ein akzeptables Tarifangebot am kommenden Wochenende in
Potsdam auf den Tisch legen. Aus Sicht der Gewerkschaften ist das
bisherige Angebot der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder (TdL) von
4,2 % mit einer Laufzeit von 2 Jahren völlig unzulänglich.
Umgerechnet auf 12 Monate unter Berücksichtigung von sechs
Nullmonaten in 2009 und keiner Erhöhung in 2010 bedeutet das
Tarifangebot lediglich eine Erhöhung von 1,3 %. Für die
Landesbeschäftigten wäre dies ein Reallohnverlust und eine völlige
Abkopplung von der Lohn- und Besoldungs-entwicklung im Kommunal- und
Landesbereich. Die GEW bleibt bei Ihrer Forderung nach einer
Erhöhung von 8 % für Angestellte und Beamte sowie eine bessere
Eingruppierung für angestellte Lehrkräfte.
Aus Sicht der GEW ist es zudem dringend erforderlich, die Gehälter
im Lehrerbereich deutlich zu erhöhen, um auch in finanzieller
Hinsicht den Beruf für junge Nachwuchslehrkräfte attraktiv zu
halten. GEW-Landesvorsitzender Klaus Kessler sagt dazu: „Wenn wir
heute über Lehrermangel klagen, dann liegt das auch an der
unzulänglichen Bezahlung der Lehrkräfte. Wer gute Bildung will, muss
das Lehrpersonal auch gut bezahlen. Eine spürbare Gehaltserhöhung
für alle Lehrerinnen und Lehrer ist längst überfällig.“
An die Adresse der Landesregierung richtet der GEW-Vorsitzende die
Kritik, auf die Absenkung der Eingangsbesoldung in Höhe von 300,-
Euro für neu einzustellende RealschullehrerInnen zu verzichten.
Diese Gehaltskürzung hat die CDU-Landesregierung erst kürzlich so
als Sparmaßnahme beschlossen.„Es ist nahezu grotesk, wenn alle
Länder sich in einen Wettbewerb um qualifizierte Lehrkräfte begeben,
damit der Lehrermangel behoben wird, aber ausgerechnet das Saarland
einen Teil der neu einzustellenden Lehrer schlechter bezahlen will
als andere Bundesländer. So was treibt uns die Lehrer, die wir
dringend brauchen, aus dem Saarland. Die Landesregierung spart hier
an der völlig falschen Stelle und schadet dadurch der Zukunft
unseres Landes“, sagte Klaus Kessler abschließend.
Als Hauptredner zur Kundgebung am morgigen Freitag wird
Ulrich Thöne,
GEW-Bundesvorsitzender, erwartet.
Die Demonstration beginnt um 10.30 Uhr in der Trierer/St.
Johanner-Straße.
Die Kundgebung findet um 11.30 Uhr auf dem Gustav-Regler-Platz
(hinter dem Saarbrücker Rathaus) statt.

 |
|
 |
|
|
|