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Pressemitteilung 09-2010

13.04.2010



 GEW hält veränderte Stundentafel für einen gangbaren Weg 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, hatte in ihrer Stellungnahme die Überarbeitung der Stundentafel des achtjährigen Gymnasiums grundsätzlich begrüßt, weil sie zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Gesamtstunden insbesondere in den Kernfächern führt, die Chancengleichheit der Schüler unabhängig von der Zweigwahl im Kernfach Mathematik für die GOS besser gewährleistet, einstündige Fächer abschafft und eine Klassenleiterstunde einführt. Die von der GEW geäußerten Bedenken und vorgebrachten Verbesserungsvorschläge wurden zwischenzeitlich vom Bildungsministerium aufgegriffen. GEW Landesvorsitzender Peter Balnis: „Die vorliegende Veränderung der Stundentafel ist ein gangbarer Weg, um im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten Belastungen gleichmäßiger zu verteilen und die Unterrichtsqualität zu sichern.“

Die von verschiedenen Gruppen geäußerte Kritik zum Unterrichtsumfang einzelner Fächer hält Balnis im einzelnen für durchaus nachvollziehbar. Es gäbe darüber hinaus berechtige Gründe, neue Fächer einzuführen, weil wichtige Wissensgebiete wie z.B. Rechtsprechung, Psychologie, Wirtschaft und mediale Kommunikation nicht als allgemeinbildende Schulfächer gelten. „Allerdings ist es unter den gegebenen Bedingungen wohl kaum möglich, die verschiedenen fachlich begründeten Einwände zu einer für alle zufriedenstellenden Stundentafel zusammen zu fassen.“

Die von der SPD-Landtagsfraktion geplante Anhörung sei dann sinnvoll, wenn es darum gehe zu klären, was heute zur Allgemeinbildung gehört und welche Schlussfolgerungen sich daraus für eine grundlegende Fächer- und Lehrplanrevision ergäben. Dies gehe aber über die geplante Änderung der Stundentafel weit hinaus und braucht eine breite Diskussion mit LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern und gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen, die aus Sicht der GEW auch dringend notwendig ist, allerdings auch ihre Zeit braucht. Dies ist mit der jetzt vorliegenden Änderung der Stundentafel sicher nicht zu leisten.

Kritisch anzumerken ist aus Sicht der GEW, dass das Bildungsministerium auch unter neuer Leitung nicht von seinem bisherigen Brauch abgewichen ist, wichtige Veränderungen unmittelbar vor den Schulferien nach einer äußerst knappen Anhörungszeit durchzuziehen.

 
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