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Pressemitteilung 10-2009 |
16.03.2009 |
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22. Berufsbildungstag
Perspektiven der Beruflichen Bildung
Berufliche Bildung in einem europäischen Bildungsraum
18. März 2009, 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel |
Der Berufsbildungstag der Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, findet in Zusammenarbeit
mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) und der
Arbeitskammer des Saarlandes (AK) bereits zum 22. Mal in jährlicher
Folge statt. Es ist die einzige jährlich stattfindende Fachtagung zu
aktuellen Themen der beruflichen Bildung im Saarland und erfreut
sich auch in diesem Jahr wieder einer großen Resonanz (rund 100
Teilnehmer) in Fachkreisen.
Die Themen des diesjährigen Berufsbildungstags gewinnen durch die
Ereignisse in Winnenden ungewollte Aktualität.
Im Zentrum steht das Hauptreferat von Dr. Petra Schuhler, Ltd.
Psychologin, AHG Klinik Münchwies „Problematischer
PC/Internet-Gebrauch? – machen die neuen Medien krank?“. „Die neue
Technologie und deren breite Anwendung revolutionierten einerseits
unsere Möglichkeiten, die Welt zu erfahren, bergen aber andererseits
auch die Gefahr, sich in der virtuellen Welt zu verlieren. Sucht man
nach schädlichem oder gar pathologischem Umgang mit dem PC/Internet,
dann sind nicht die schul- oder berufsbezogenen Aktivitäten von
Belang, sondern die Spiele, die chat-rooms , das Surfen.
Ausgangspunkt ist die Unterscheidung zwischen normalem,
problematischen und pathologischem PC-Konsum als Gaming (dysfunktionaler
Umgang mit MMORPG – Massively Multiplayer Online Role-Playing Games
und ‚ego-shooter’-Spielen)“, so der Ankündigungstext für die
anschließende Arbeitsgruppe zu diesem Thema.
„Die Jugendlichen sind heute in vielfältiger Weise einer
Reizüberflutung ausgesetzt. Es ist eine dringende Aufgabe der
Schule, die Persönlichkeit von Jugendlichen zu stärken, um damit
zurecht zu kommen“, so Klaus Graus, Vorsitzender der Fachgruppe
Berufliche Schulen der GEW.
Dementsprechend ist auch eine weitere Arbeitsgruppe mit dem Thema
„Methoden und Praxisbeispiele zur Stärkung der Sozialkompetenz in
der Berufsvorbereitung und Berufsgrundbildung“ vorgesehen.
„Lehrerinnen und Lehrer benötigen mehr Zeit und Freiräume um ihrem
Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Dazu gehört auch eine
Verringerung des Verwaltungsaufwandes mit entsprechenden
Entlastungen sowie die Einführung von Klassenlehrerstunden“, so
Klaus Kessler, GEW-Landesvorsitzender.
In einer weiteren Arbeitsgruppe steht die Entwicklung eines offenen
und flexiblen Europäischen Qualifikationsrahmens (EQF), mit dessen
Hilfe die Durchlässigkeit der Bildungs- und Ausbildungssysteme
verbessert und das Funktionieren eines reibungslosen europäischen
Arbeitsmarktes unterstützt werden soll, im Vordergrund.
Der 22. Berufsbildungstag 2009 wird umrahmt von einer großen Lehr-
und Lernmittelausstellung im Bildungszentrum der Arbeitskammer. Das
Programm des Berufsbildungstages ist auf der GEW-Internetseite
nachzulesen: www.gew-saarland.de.
Als Ansprechpartner für die Medien stehen Ihnen vor Ort zur
Verfügung:
Klaus Kessler, GEW-Landesvorsitzender,
Klaus Graus, Vorsitzender der Fachgruppe Berufliche Schulen.

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