GEW fordert die
Rücknahme der Streichung von 10 Grundschul-
lehrerstellen zur Finanzierung der Schulbuchausleihe!
Eine heute von der Landesregierung vorgelegte Änderung zum
Haushaltsentwurf sieht die Streichung von 10 Planstellen im
Grundschulbereich zur Finanzierung der Schulbuchausleihe vor.
„Dies ist mit Sicherheit der falsche Weg, um das chaotische, von
Ex-Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer eingeführte System der
Schulbuchausleihe zu stabilisieren“, so Peter Balnis, Landesvorsitzender
der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband
Saarland. „Die GEW fordert die Landesregierung auf, diese
Stellenstreichung umgehend zurück zu nehmen und nach anderen Wegen der
Finanzierung zu suchen.“
Bildungsminister Kessler wird aufgefordert, das jetzige System der
Schulbuchausleihe grundlegend zu überprüfen. Es ist nicht hinnehmbar,
dass ein undurchdachtes Wahlgeschenk der CDU Regierung im Nachhinein
durch Abbau von Lehrerstellen finanziert wird. Das verschlechtert die
Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen und wirkt sich negativ
auf die Lernbedingungen der Kinder aus.
Schon heute kann kurzfristiger Ausfall von LehrerInnen nur durch das
Zusammenlegungen von Klassen aufgefangen werden. Auch längerfristiger
Ausfall ist wegen der zu geringen Personalisierung der mobilen
Lehrerreserve (Lehrerfeuerwehr) nur schwierig auszugleichen. Die
Streichungen von Planstellen gefährdet auch die Durchführung von
Arbeitsgemeinschaften und besonderen Projekten in den Grundschulen.