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Pressemitteilung 16-2009 |
15.05.2009 |
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GEW-Aufruf
zum Kita-Streik
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband
Saarland, ruft alle Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsberufe
für Montag, den 18. Mai 2009, zu einem ganztägigen Streik in der
Landeshauptstadt Saarbrücken auf. Durch den Streik soll der Druck
auf die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) erhöht
werden, die sich bislang geweigert haben, einen Tarifvertrag zur
betrieblichen Gesundheitsförderung mit den Gewerkschaften zu
verhandeln. Betroffen sind alle städtischen Kindergärten und
Kinderbetreuungseinrichtungen der Landeshauptstadt Saarbrücken.
Parallel dazu finden ab 14 Uhr am Saarbrücker Schloss
öffentlichkeitswirksame Aktionen statt, um auf die
Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen und Erzieher aufmerksam zu
machen.
Die GEW bittet die vom Streik betroffenen Eltern der Kinder
ausdrücklich um Verständnis für die Arbeitskampfmaßnahmen, die sich
nicht gegen die Eltern oder die Kinder richten, sondern als
dringende Mahnung an den Arbeitgeberverband anzusehen sind, in
konstruktive Verhandlungen mit den Gewerkschaften einzutreten.
Hierzu hat die GEW für die Eltern der betroffenen
Kinderbetreuungseinrichtungen ein gesondertes Schreiben
herausgegeben. GEW-Landeschef Klaus Kessler sagt dazu: „Die
psychischen und physischen Belastungen der Beschäftigten im Sozial-
und Erziehungsdienst sind so hoch, dass ein Tarifvertrag zu
betrieblichen Gesundheitsförderung dringend erforderlich ist. Hinzu
kommt unsere Forderung nach einer besseren Bezahlung der
Erzieherinnen und Erzieher, die eine professionelle Bildungs- und
Betreuungsarbeit leisten. Auch die Eltern der Kinder haben ein
Interesse daran, dass sich die Rahmenbedingungen für die
Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst verbessern. Schlechte
und gesundheitsbelastende Arbeitsbedingungen sind keine gute
Grundlage für eine professionelle Bildung und Betreuung der Kinder
in den Einrichtungen.“
Seitens der GEW wird erwartet, dass sich an den Streikmaßnahmen am
Montag bis zu 100 GEW Kolleginnen und Kollegen beteiligen werden.

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