GEW
begrüßt Grundschullehrerausbildung - Nur jede/r vierte Bewerber/in erhält eine Stelle im
Saarland
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband
Saarland, begrüßt die Ankündigung von Kultusministerin
Kramp-Karrenbauer, ab dem Jahr 2011 im Saarland wieder
Grundschullehrer/innen an der Universität auszubilden. Klaus Kessler
sagt dazu: „Das entspricht einer jahrzentelangen Forderung der GEW
und schließt eine Lücke in der saarländischen Lehrerausbildung. Es
bleibt natürlich abzuwarten, inwiefern einer solchen Ankündigung
zwei Monate vor der Landtagswahl auch konkrete Taten folgen.
Auffällig ist, dass die CDU-Landesregierung nach dem Kassieren von
schlechten Wahlergebnissen fast panikartig auf den letzten Metern
ihrer Amtszeit große Versprechungen und Ankündigungen macht.“
Zur Situation an den saarländischen Grundschulen kritisiert die GEW,
dass als Folge der Grundschulschließungen mehr als 400 Planstellen
eingespart worden sind. Das führt zu deutlich weniger
Neueinstellungen in dem Bereich. Aktuell kommen in diesem Jahr auf
rund 300 Bewerberinnen und Bewerber nur etwa 75 unbefristete
Einstellungen. Das bedeutet, nur jede/r vierte Grundschulbewerber/in
erhält eine unbefristete Stelle im Saarland. Dies kritisiert
GEW-Chef Klaus Kessler mit den Worten: „Hier hätte die saarländische
Landesregierung ein deutliches Zeichen vor der Landtagswahl setzen
können und mehr Grundschullehrer unbefristet einstellen können.
Anstatt aber die Planstellenzahl auszuweiten, werden viele
Bewerberinnen und Bewerber mit unsozialen, befristeten Verträgen
abgespeist, oder sie gehen ganz leer aus und wandern in andere
Bundesländer ab.“
Abschließend fordert die GEW die Bildungsministerin auf, vor der
Landtagswahl ein echtes und glaubwürdiges Zeichen zur Verbesserung
der Situation an den Grundschulen zu setzen, und anstelle von
lediglich 75 Neueinstellungen in diesem Jahr mindestens 120
Neueinstellungen vorzunehmen.