Pressemitteilung 19-2009

10.06.2009

 GEW begrüßt Grundschullehrerausbildung -
 Nur jede/r vierte Bewerber/in erhält eine Stelle im Saarland

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, begrüßt die Ankündigung von Kultusministerin Kramp-Karrenbauer, ab dem Jahr 2011 im Saarland wieder Grundschullehrer/innen an der Universität auszubilden. Klaus Kessler sagt dazu: „Das entspricht einer jahrzentelangen Forderung der GEW und schließt eine Lücke in der saarländischen Lehrerausbildung. Es bleibt natürlich abzuwarten, inwiefern einer solchen Ankündigung zwei Monate vor der Landtagswahl auch konkrete Taten folgen. Auffällig ist, dass die CDU-Landesregierung nach dem Kassieren von schlechten Wahlergebnissen fast panikartig auf den letzten Metern ihrer Amtszeit große Versprechungen und Ankündigungen macht.“

Zur Situation an den saarländischen Grundschulen kritisiert die GEW, dass als Folge der Grundschulschließungen mehr als 400 Planstellen eingespart worden sind. Das führt zu deutlich weniger Neueinstellungen in dem Bereich. Aktuell kommen in diesem Jahr auf rund 300 Bewerberinnen und Bewerber nur etwa 75 unbefristete Einstellungen. Das bedeutet, nur jede/r vierte Grundschulbewerber/in erhält eine unbefristete Stelle im Saarland. Dies kritisiert GEW-Chef Klaus Kessler mit den Worten: „Hier hätte die saarländische Landesregierung ein deutliches Zeichen vor der Landtagswahl setzen können und mehr Grundschullehrer unbefristet einstellen können. Anstatt aber die Planstellenzahl auszuweiten, werden viele Bewerberinnen und Bewerber mit unsozialen, befristeten Verträgen abgespeist, oder sie gehen ganz leer aus und wandern in andere Bundesländer ab.“

Abschließend fordert die GEW die Bildungsministerin auf, vor der Landtagswahl ein echtes und glaubwürdiges Zeichen zur Verbesserung der Situation an den Grundschulen zu setzen, und anstelle von lediglich 75 Neueinstellungen in diesem Jahr mindestens 120 Neueinstellungen vorzunehmen.

 
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