GEW begrüßt
die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für neu
einzustellende BerufsschullehrerInnen und Einkommensverbesserungen
für LehrwerkmeisterInnen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband
Saarland, begrüßt die vom Kabinett im Rahmen der Haushaltsklausur
beschlossene Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für neu
einzustellende Lehrkräfte an beruflichen Schulen. Bildungsminister Klaus
Kessler konnte sich wohl im Kabinett gegen die Bedenken aus dem
Finanzministerium durchsetzen.
„Diese Rücknahme der Absenkung ist allerding nur ein erster Schritt,
auch die schon im Dienst befindlichen BerufsschullehrerInnen mit
abgesenkter Eingangsbesoldung müssen wieder ihre reguläre Besoldung
erhalten“, so GEW-Landesvorsitzender Peter Balnis in einer ersten
Stellungnahme.
Die GEW setzt sich dafür ein, dass die Absenkung für Lehrkräfte
aller Schulformen zurückgenommen wird. Wenn eine Absenkung je
nach Bewerberlage eingeführt bzw. zurückgenommen wird, wird das Saarland
für junge Lehrkräfte unattraktiv. Deswegen muss die Absenkung der
Eingangsbesoldung aus dem Saarländischen Besoldungsgesetz gestrichen
werden. Die Landesregierung ist jetzt gefordert, eine entsprechende
Gesetzesänderung bei der Beratung des Haushaltsbegleitgesetzes
einzubringen, damit dieses unrühmliche Kapitel der Besoldungspolitik im
Saarland ad acta gelegt werden kann.
Mit dem Beschluss, die Lehrwerkmeister, die die Ausbildung zum
Praxislehrer absolviert haben, eine Entgeltgruppe höher zu bezahlen,
kommt die saarländische Landesregierung einer langjährigen Forderung der
GEW nach. „Endlich erfahren die Lehrwerkmeister, dass die Qualifikation
für höherwertige Aufgaben auch bei der Vergütung berücksichtigt wird“,
so Peter Balnis.
Die GEW fordert das Bildungsministerium auf, die während der
Haushaltsklausur getroffenen Beschlüsse zügig umzusetzen.