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Pressemitteilung 20-2009

16.06.2009

 GEW unterstützt Bildungsstreik-Aktion 

Im Rahmen der Bildungsstreik-Woche, die Studierende, Schülerinnen und Schüler bundesweit durchführen, findet am Mittwoch, dem 17.06.2009, in Saarbrücken eine Großdemonstration statt, die von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, unterstützt wird. Beginn der Demonstration ist um 16.00 Uhr am St. Johanner Markt in Saarbrücken.

Für die GEW ist es höchste Zeit für eine Kehrtwende in der Bildungspolitik im Saarland. „Wir brauchen mehr Gerechtigkeit in der Bildung, um eine zunehmende soziale Spaltung in der Gesellschaft zu verhindern“, sagte GEW-Vorsitzender Klaus Kessler.

Die GEW kritisiert die chronische Unterfinanzierung des Bildungswesens und die Zunahme der privat zu finanzierenden Bildungskosten der Bürgerinnen und Bürger. Sie unterstützt dabei die Proteste der Studierenden gegen die eingeführten Studiengebühren, die letztendlich dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler von einem Universitätsstudium abgehalten werden oder Studierende durch die Notwendigkeit, während des Studiums zu jobben, ihr Studium deutlich verlängern müssen.

Weiterhin kritisiert die GEW die Einführung des 8-jährigen Gymnasiums im Saarland (G 8), das neben einer stärkeren Belastung von Lehrkräften und Schülern und einer Zunahme von Stress in der Schule zu einer sichtbaren Erhöhung der Anzahl der Nachhilfeinstitute im Saarland geführt hat.

Die GEW fordert die teilnehmenden Studierenden, Schülerinnen und Schüler dazu auf, deutlich ihren Protest gegen die herrschende Bildungspolitik zum Ausdruck zu bringen und Gemeinsamkeit zur Verbesserung der Situation zu demonstrieren.

GEW-Chef Klaus Kessler sagt dazu: „Es ist höchste Zeit für eine gemeinsame Protestbewegung in diesem Land, an der sich Studierende, Schüler, Lehrkräfte, Pädagogen, Wissenschaftler und Eltern beteiligen, um der Politik zu zeigen, dass wir an einem Strang ziehen, wenn es um Verbesserungen in der Bildungspolitik geht. Wir wollen keine kurzfristigen Reparaturmaßnahmen der Landesregierung, sondern nachhaltige Reformen für mehr Gerechtigkeit und mehr Bildung für alle. Und diese Bildung darf nicht vom Geldbeutet der Eltern abhängig sein.“

Zur Verbesserung der Situation fordert die GEW eine deutliche Aufstockung der Bildungsinvestitionen im Landeshaushalt. Dazu ist es erforderlich, den derzeitigen Anteil von nur knapp 22 % am Gesamtetat auf der Basis eines mehrjährigen Stufenplans bis auf 30 % anzuheben, um Anschluss an die Standards anderer Länder zu finden.beteiligen.

 
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