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Pressemitteilung 21-2011

15.12.2011



GEW:  Aufwertung der dualen Berufsausbildung durch Hochschulreife ist ein
           richtiger Schritt

Die Fachgruppe Berufliche Schulen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, begrüßt den Vorschlag des Handwerkskammerpräsidenten Hans-Alois Kirft (SZ vom 14.12.11), jungen Auszubildenden durch spezielle Zusatzangebote während der dualen Ausbildung den Erwerb der Hochschulreife zu ermöglichen.

Damit macht der Handwerkspräsident einen Vorschlag, der von der GEW schon seit langer Zeit gefordert wird. „Die Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung ist ein besonderes Anliegen der GEW“ so Klaus Graus, Vorsitzender der Fachgruppe Berufliche Schulen der GEW „und die Vermittlung von Studierfähigkeit im Rahmen der dualen Ausbildung ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Gleichwertigkeit. Ein solches Angebot würde die Attraktivität einer dualen Ausbildung für Jugendliche steigern.“

Dabei geht es nicht nur darum, qualifizierten Nachwuchs für Führungspositionen im Handwerk zu rekrutieren sondern auch darum, jungen Menschen neue Bildungswege zu eröffnen. Damit kann die Durchlässigkeit des beruflichen Bildungsweges deutlich verbessert werden.

Die saarländische Landesregierung hat die Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung zu ihrem Ziel erklärt. Der Vorschlag der Handwerkskammer ist ein wegweisender Vorschlag dazu. „Kontraproduktiv dazu ist“, so der saarländische GEW-Landesvorsitzende Peter Balnis, „dass Bildungsminister Klaus Kessler der KMK-Entscheidung zustimmt, das Abitur im Rahmen des Deutschen Qualifikationsrahmens höher zu bewerten als eine 3,5-jährige Berufsausbildung.“


 
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