Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),
Landesverband Saarland, begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, ab
dem kommenden Sommersemester auf Studiengebühren für das Erststudium zu
verzichten und für die Hochschulen Kompensationszahlungen in Aussicht zu
stellen.
Offensichtlich beginnt bei der Landesregierung ein Umdenken in Fragen
der Studienfinanzierung, wozu nicht zuletzt das Engagement von
Studierenden im Rahmen des Bildungsstreiks beigetragen haben dürfte. Die
GEW hat diese Aktionen solidarisch unterstützt.
Studiengebühren richten nach Auffassung der GEW bildungspolitischen
Schaden an, weil sie der Chancengleichheit beim Hochschulzugang
widersprechen und junge Menschen von einer Hochschulausbildung
abschrecken. Unser Land brauche aber deutlich mehr Studierende, um die
Zukunftsaufgaben zu meistern.
Die GEW fordert die generelle Abschaffung der Studiengebühren. Bei
zulänglicher Betreuung, adäquaten Studienbedingungen und wechselseitiger
Toleranz und Verantwortung sollte sich das Thema "Langzeitstudierende"
von selbst erledigen. Auch erfordere der Arbeitsmarkt in vielen Fällen
weitere Qualifikationen eventuell auch in anderen Gebieten, sodass eine
Beschränkung der Gebührenfreiheit auf ein Erststudium keine tragbare
Lösung darstelle.