Die Schule zum Broch, Förderschule geistige Entwicklung, in
Merzig-Merchingen, beteiligt sich mit den pädagogischen Fachkräften am
Warnstreik der GEW.
Zu Unterrichtsbeginn wird die Arbeit niedergelegt um in einer
Streikaktion vor Ort, auf die berechtigten Interessen der Lehrkräfte
aufmerksam zu machen. Dabei geht es neben der Lohnforderung um den Abbau
der Benachteiligung der verbeamteten Fachlehrern (gleiche Ausbildung und
Tätigkeit).
Ein besonderes Anliegen ist es auch auf die zunehmende Arbeitsbelastung
hinzuweisen. Immer mehr Aufgaben werden dem Personal an Förderschulen
aufgebürdet, ohne dass dies sich in der Bezahlung niederschlägt. So
wurden in den vergangenen Jahren verstärkt auch Schüler mit einer
Schwerstmehrfachbehinderung in die Förderschulen aufgenommen. Dies
findet die volle Unterstützung der Lehrkräfte, aber es bedarf auf der
anderen Seite auch einer entsprechenden Personalisierung. Dies aber soll
aus Kostengründen nicht erfolgen.
Anstelle für das Bewältigen der schwierigen Aufgabe ausreichend Personal
einzustellen, plant das Land sogar die Stellen von Eingliederungshelfern
in Förderschulen um 30 % zu kürzen.
Eine solche Maßnahme geht einerseits zu Lasten der pädagogischen Arbeit
und andererseits führt dies zu einer enormen Mehrbelastung der
pädagogischen Fachkräfte. Scheinbar haben die Förderschulen keine
ausreichende Lobby in Gesellschaft und Politik.
Aus diesem Grund wollen die pädagogischen Fachkräfte der Förderschule
geistige Entwicklung Merchingen mit der Streikaktion auch auf die
mangelnde Berücksichtigung und Wertschätzung der Arbeit mit behinderten
Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen.
Nach Abschluss der Streikaktion in Merchingen werden die pädagogischen
Fachkräfte an der zentralen Kundgebung in Saarbrücken vor dem
Innenministerium teilnehmen.