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Antragsteller: FG Gymnasien
 

Betrifft: Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien (G8)



Die im Halbtagsschulsystem des Saarlandes flächendeckend eingeführte Verkürzung der Schulzeit am Gymnasium von 9 auf 8 Jahre war in pädagogischer und bildungspolitischer Hinsicht eine Fehlentscheidung und ist rückgängig zu machen.

Begründung:
 

  1. Die Verweildauer vieler SchülerInnen am Gymnasium wird durch die sich erhöhende Zahl von Sitzenbleibern nicht maßgeblich verkürzt.
     

  2. In den Fremdsprachen wird die zu schnelle Progression und die vor allem in den Mittelstufenklassen zu geringe Stundenzahl pro Woche zu großen Defiziten bei den SchülerInnen führen.
     

  3. Die meisten Fächer (insbesondere auch Mathematik und Naturwissenschaften) bewältigen die Verkürzung schlichtweg durch Weglassen von Inhalten, was nicht ernsthaft als Qualitätsverbesserung verstanden werden kann. Des weiteren sind Inhalte aus lernpsychologischen Erwägungen nicht beliebig in frühere Schuljahre verlegbar.
     

  4. Die sich immer noch erhöhende Schülerzahl pro Klasse – es gibt in den saarländischen Gymnasien kaum noch Klassen unter 30 SchülerInnen – und die Erhöhung der Arbeitszeit tragen wesentlich dazu bei dass der einzelne Schüler zunehmend aus dem Blick gerät.
    Das Gymnasium verkommt mehr und mehr zu einer Verwahranstalt mit zweifelhaftem Ausgang – es ist zu erwarten, dass die ohnehin im Saarland schon geringe Anzahl von Abiturienten weiter sinken wird!