Antragsteller:
FG Gymnasien
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| Betrifft: | Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien (G8) |
Die im Halbtagsschulsystem des Saarlandes flächendeckend eingeführte Verkürzung
der Schulzeit am Gymnasium von 9 auf 8 Jahre war in pädagogischer und
bildungspolitischer Hinsicht eine Fehlentscheidung und ist rückgängig zu machen.
Begründung:
Die Verweildauer vieler SchülerInnen am
Gymnasium wird durch die sich erhöhende Zahl von Sitzenbleibern nicht
maßgeblich verkürzt.
In den Fremdsprachen wird die zu
schnelle Progression und die vor allem in den Mittelstufenklassen zu geringe
Stundenzahl pro Woche zu großen Defiziten bei den SchülerInnen führen.
Die meisten Fächer (insbesondere auch
Mathematik und Naturwissenschaften) bewältigen die Verkürzung schlichtweg
durch Weglassen von Inhalten, was nicht ernsthaft als Qualitätsverbesserung
verstanden werden kann. Des weiteren sind Inhalte aus lernpsychologischen
Erwägungen nicht beliebig in frühere Schuljahre verlegbar.
Die sich immer noch erhöhende
Schülerzahl pro Klasse – es gibt in den saarländischen Gymnasien kaum noch
Klassen unter 30 SchülerInnen – und die Erhöhung der Arbeitszeit tragen
wesentlich dazu bei dass der einzelne Schüler zunehmend aus dem Blick gerät.
Das Gymnasium verkommt mehr und mehr zu einer Verwahranstalt mit zweifelhaftem
Ausgang – es ist zu erwarten, dass die ohnehin im Saarland schon geringe
Anzahl von Abiturienten weiter sinken wird!