Antragsteller:
GV
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| Betrifft: | Demografische Entwicklung/ SchülerInnenrückgang im Saarland |
Seit Der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft wird aufgefordert die
demografische Entwicklung im Saarland zu nutzen, um Qualitätsverbesserungen im
Schulbereich vorzunehmen und auf weitere Sparmaßnahmen zu verzichten. Zu den
nutzbaren Qualitätsverbesserungen zählen insbesondere:
Verbesserung der Schüler – Lehrer – Relation (Bessere Betreuung),
kleinere Klassen und Lerngruppen (Individualisierung des Lernprozesses),
mehr Förder- und AG Stunden (Fördern statt Auslesen),
zusätzliche Stunden für Integrationsmaßnahmen (Ausbau der Integration),
die Einführung von echten Ganztagsschulen (Mehr Chancengleichheit durch Bildung und Betreuung),
die Absenkung der Unterrichtsverpflichtung für die Lehrkräfte (Mehr Zeit für SchülerInnen),
erweiterte Budgetzuweisungen in die
Kompetenz der Einzelschulen für Fortbildungen, die Umsetzung von Schulprogrammen
und Fördermaßnahmen (Mehr Eigenverantwortung der Einzelschule).
Der Rückgang der SchülerInnenzahlen an den
einzelnen Schulformen darf nicht dazu verwandt werden, Stellen zwischen den
Schulformen zu verschieben oder ganz einzusparen.
Begründung:
Das Saarland hinkt bereits heute in vielen Bereichen hinter anderen Bundesländern hinterher.
Qualitätsverbesserungen sind dringend erforderlich um wieder Anschluss an andere Länder, zumindest an den Bundesdurchschnitt, zu finden.
Schlechter als der Bundesdurchschnitt
liegt das Saarland bspw. in folgenden Bereichen:
Alter der Lehrkräfte (alle Schulformen)
Schüler - Lehrer- Relation (Gymnasium, Gesamtschule)
Klassengrößen (Gymnasium, Gesamtschule, Erweiterte Realschule)
Lehrerarbeitszeit (alle Schulformen)
Echte Ganztagschulen ( Es gibt im Saarland nur vier Schulen: Drei Grundschulen, eine Gesamtschule).
Zur demografischen Entwicklung:
Laut Angaben aus dem Kultusministerium (Daten von 2003/04) gehen die SchülerInnenzahlen insgesamt um rund 12% in den nächsten 6 Jahren zurück.
In Zahlen ausgedrückt:
2003/04: 154.300 SchülerInnen
2010/11: 135.630 SchülerInnen
Der Rückgang verteilt sich prozentual auf die einzelnen Schulformen wie folgt:
Grundschule :
16,8 %
Erw. Realschule : 14,9 %
Gesamtschule : 13,2
%
Gymnasium :
16,4 %
Sch. f. Behinderte : 19,2 %
Berufl. Schulen :
0,0 %