Antragsteller:
FG Sonderpädagogische Berufe
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| Betrifft: | Größere Anstrengungen für die Förderung benachteiligter und behinderter SchülerInnen |
Die GEW fordert die Landesregierung auf, größere Anstrengungen für die Förderung
benachteiligter und behinderter SchülerInnen zu erbringen:
durch Verstärkung der präventiven Arbeit an Regelschulen,
durch Einbeziehung der SchülerInnen mit
sonderpädagogischem Förderbedarf in Maßnahmen der Qualitätssicherung.
Begründung:
Trotz sinkender Schülerzahlen steigt der sonderpädagogische Förderbedarf, vor allem in den Förderbereichen Lernen und Verhalten.
Bei der "Qualitätsoffensive" der
Landesregierung wurde dieser Problembereich bisher ausgespart. Im Gegenteil:
Maßnahmen zur Qualitätssteigerung wurden den KollegInnen anscheinend so
vermittelt, dass sie sich offenbar verstärkt zur Aussonderung lernschwacher
SchülerInnen veranlasst sehen. Die Schulen für Behinderte und die Förderzentren
sind unzureichend personalisiert und wurden von den meisten "Innovationen" (Schoolworkerprogramm,
Praxisklassen...) ausgenommen. Es wurden keinerlei ernsthafte Konzepte für die
Prävention im Bereich Lernen und Verhalten entwickelt, die an den Bedürfnissen
der betroffenen benachteiligten SchülerInnen orientiert gewesen wären.
Schulentwicklungskonzepte müssen schulleistungsschwache SchülerInnen mit
bedenken, weil auch diese SchülerInnen ein Recht auf möglichst umfassende
Bildung haben. Außerdem kann sich das Saarland mit seinen demographischen
Prognosen einen immer größer werdenden Anteil von nicht erfolgreichen
SchülerInnen nicht leisten.