Antragsteller: FG Sonderpädagogische Berufe
 

Betrifft: Größere Anstrengungen für die Förderung benachteiligter und behinderter SchülerInnen



Die GEW fordert die Landesregierung auf, größere Anstrengungen für die Förderung benachteiligter und behinderter SchülerInnen zu erbringen:
 

  1. durch Verstärkung der präventiven Arbeit an Regelschulen,

  2. durch Einbeziehung der SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Maßnahmen der Qualitätssicherung.
     

Begründung:

Trotz sinkender Schülerzahlen steigt der sonderpädagogische Förderbedarf, vor allem in den Förderbereichen Lernen und Verhalten.

Bei der "Qualitätsoffensive" der Landesregierung wurde dieser Problembereich bisher ausgespart. Im Gegenteil: Maßnahmen zur Qualitätssteigerung wurden den KollegInnen anscheinend so vermittelt, dass sie sich offenbar verstärkt zur Aussonderung lernschwacher SchülerInnen veranlasst sehen. Die Schulen für Behinderte und die Förderzentren sind unzureichend personalisiert und wurden von den meisten "Innovationen" (Schoolworkerprogramm, Praxisklassen...) ausgenommen. Es wurden keinerlei ernsthafte Konzepte für die Prävention im Bereich Lernen und Verhalten entwickelt, die an den Bedürfnissen der betroffenen benachteiligten SchülerInnen orientiert gewesen wären. Schulentwicklungskonzepte müssen schulleistungsschwache SchülerInnen mit bedenken, weil auch diese SchülerInnen ein Recht auf möglichst umfassende Bildung haben. Außerdem kann sich das Saarland mit seinen demographischen Prognosen einen immer größer werdenden Anteil von nicht erfolgreichen SchülerInnen nicht leisten.