Antragsteller: FG Sonderpädagogische Berufe
 

Betrifft: Verbesserung und Intensivierung der Bewegungsbildung und -förderung insbesondere an Schulen für Behinderte



Der LA möge Lehrplanverbesserungen und entsprechende Fortbildungen anregen, die auf die Verbesserung der Bewegungsbildung und -förderung insbesondere an Schulen für Behinderte und deren praktische Umsetzung im pädagogischen Schulalltag abzielen.
 

Begründung:

Bewegungsbildung und -förderung sollten Teil einer umfassenden Bildung und Förderung aller SchülerInnen und insbesondere der an Schulen für Behinderte sein. An den Schulen für Behinderte werden Kinder und Jugendliche unterrichtet und gefördert, die auch im Entwicklungsbereich Bewegung besonderer Unterstützung bedürfen. Der Bewegungsunterricht sollte die Kompensation der Lernrückstände im motorischen, sozialen und emotionalen Bereich, die sich in besonderer Weise in der Praxis des Sportunterrichts zeigen, mit neuen Konzepten und deren praktischer Umsetzung anstreben. Die traditionelleren Konzepte des Sportunterrichts, die verstärkt auf Verbesserung konditioneller und technischer Fähigkeiten ausgerichtet sind, sind für eine adäquate Bewegungsbildung beeinträchtigter SchülerInnen weniger geeignet. Bewegungsförderung und Bildung sollten die Entwicklung der SchülerInnen in mehreren wichtigen Entwicklungsbereichen anvisieren. Hierzu bedarf es der neueren und moderneren Konzepte des Sportunterrichts und der Bewegungsbildung, die Bewegung und Sport als Medium zur Entwicklung motorischer, emotionaler, sozialer und kognitiver Lernbereiche verstehen. Ein primär auf Verbesserung sportmotorischer Zielsetzungen angelegter Sport- und Bewegungsunterricht geht von einem veralteten Lern- und Entwicklungsbegriff aus.