Antragsteller: FG Sonderpädagogische Berufe
 

Betrifft: Lehrerarbeitszeit/Regelstunden



Der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft wird aufgefordert die seit dem Schuljahr 2003/04 vorgenommene Erhöhung der Lehrerarbeitszeit, die in der Pflichtstundenverordnung (zuletzt geändert am 3o. Juli 2004) unter § 3 Regelstundenzahl festgelegt und bis zum Jahr 2006 befristet ist, ab dem Schuljahr 2006/07 wieder zurück zu nehmen.
 

Begründung:
 

  1. Die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte, bedingt durch ein bisheriges Höchstmaß an Unterrichtsverpflichtung, muss wieder abgesenkt werden, um mehr Spielraum für pädagogisches und erzieherisches Handeln in der Schule zu erreichen.

  2. Die Unterrichtsverpflichtung der saarländischen Lehrkräfte ist im Vergleich mit anderen Bundesländern im Durchschnitt höher bzw. am höchsten.

  3. Die demografische Entwicklung (Schülerrückgang) schafft Spielräume für Entlastungsmaßnahmen und Qualitätsverbesserungen, sie darf nicht zu weiteren Einsparungen im Bildungsbereich führen.

  4. Der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft hat nach der letzten Erhöhung der Regelstundenzahl ausdrücklich auf die Befristung der Maßnahme hingewiesen und somit auch einer Forderung der GEW im Anhörungsverfahren Rechnung getragen.

  5. Die GEW erhärtet ihre Forderung nach einer Reform der Berechnung der Lehrerarbeitszeit, die neben der Unterrichtsverpflichtung und den damit verbundenen Tätigkeiten auch andere pädagogische, organisatorische und kooperative Tätigkeiten der Lehrerinnen und Lehrer stärker berücksichtigt.