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Die GEW erneuert Ihre auf dem LA 2004 beschlossene Forderung: „Gemeinsamen Unterricht weiterentwickeln“. Das gemeinsame Lernen aller Schülerinnen und Schüler, unabhängig von deren Geschlecht, Begabungen, Behinderungen, Interessen, sozialer Herkunft oder ethnischer Zugehörigkeit ist die angemessene Vorbereitung auf eine Gesellschaft, die von Toleranz und Akzeptanz, Verantwortung und Rücksichtnahme geprägt ist. Die heute angemessene pädagogische Sichtweise ist die der Inklusion, wie sie in viele internationale Dokumente Eingang gefunden hat und ein Leitbild für Schulen in vielen Staaten darstellt. Mit dieser Sichtweise verbunden werden an einzelne IntegrationsschülerInnen gebundene Förderstunden abgelöst durch systemische Zuweisungen von SonderschullehrerInnen. Die GEW Saar fordert den Minister für Bildung und Wissenschaft auf, den Kurs der Integration in diesem Sinne weiter zu entwickeln, indem nicht nur einzelne Schülerinnen und Schüler integriert werden, sondern Schulen in die Lage versetzt werden, Gemeinsamkeit in der Vielfalt zu gestalten. Daher müssen den einzelnen Systemen personelle Ressourcen für die Bewältigung der Vielfalt zugeordnet werden.
Das was bislang in der integrativen
Unterrichtung im Saarland erreicht wurde, wird seit Jahren durch die Politik der
Landesregierung in Frage gestellt. So hat sich die personelle Ausstattung von
Integrationsmaßnahmen dramatisch verschlechtert. Steigende Klassenteiler und die
Schließung von Grundschulen erschweren den Kollegien in den Regelschulen, sich
auf die integrative Unterrichtung einzulassen. Behinderte und benachteiligte
SchülerInnen finden in den "Reformen" der Landesregierung keinerlei
Berücksichtigung. Es lässt sich ein Rollback in die Separation beobachten, der
den Erkenntnissen moderner, internationaler Bildungsforschung widerspricht und
der darüber hinaus auch nicht mit einer Verbesserung der Lern- und
Arbeitsbedingungen an den SfB einhergeht. |