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Antragsteller: |
FG Gesamtschulen |
| Betrifft: |
Abschaffung von zentralen Abschlussprüfungen
(MBA, HSA) |
Der LVV möge beschließen:
Die GEW fordert erneut die Abschaffung der
zentralen Abschlussprüfungen für den Hauptschulabschluss und den mittleren
Bildungsabschluss.
Begründung:
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Die Einführung der zentralen
Abschlussprüfungen hat nicht zu einer Anhebung des Bildungsniveaus bei
SchulabgängerInnen geführt. Dadurch, dass die SchülerInnen gezielt auf
Prüfungen vorbereitet werden, verengt sich insbesondere im 9. und 10.
Schuljahr der Blick auf prüfungsrelevante Themen. Im Mittelpunkt des
Unterrichts steht die Prüfung, nicht mehr die Bildung der SchülerInnen.
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Das Bildungsniveau der
SchulabgängerInnen wird von den Ausbildungsleitern der Betriebe nicht höher
bewertet als vor der Einführung der zentralen Abschlussprüfungen.
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SchulabgängerInnen mit HSA und MBA haben
auch mit bestandener Abschlussprüfung auf dem Lehrstellenmarkt nicht mehr
Chancen als vor der Einführung der Abschlussprüfungen. Einstellungskriterien
sind weniger die Qualität der Abschlusszeugnisse, als vielmehr die Ergebnisse
betriebsinterner Eignungstests.
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Die schriftlichen Prüfungen müssen zu
einem relativ frühen Zeitpunkt im Schuljahr stattfinden. In dem Zeitraum
zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen ist es schwierig, SchülerInnen
zu Arbeiten zu motivieren, die nicht unmittelbar der Vorbereitung der
mündlichen Prüfungen dienen. So geht viel wertvolle Unterrichtszeit verloren.
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Aus organisatorischen Gründen
(Lehrereinsatz, Raumbelegung) kommt es zu Unterrichtsausfall für SchülerInnen,
die nicht geprüft werden.
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Lehrkräfte und Schulleitungen werden
durch die Abschlussprüfungen in hohem Maße mehrbelastet. Ihr Aufgabenbereich
wird ausgedehnt, ohne dass dies entsprechend (Berechnung der
Pflichtstundenzahl, Bezahlung) gewürdigt wird.
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Der Materialaufwand bei der Durchführung
der Prüfungen ist erheblich. Dies ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht
nicht zu vertreten. ( 2 Mio. Blatt Papier!! )
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