G8: GEW fordert Veröffentlichung der Notenvergleiche Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte im Dezember 2007 angekündigt, nach Ausgabe der Halbjahrzeugnisse am 25.01.08 Leistungsvergleiche anzustellen zwischen G8 und G9-Schülerinnen und Schülern, die in den Abiturjahrgängen gemeinsam unterrichtet werden. Eine entsprechende Abfrage an den Gymnasien ist mittlerweile erfolgt und ausgewertet. Durch einen Vergleich der Zeugnisnoten soll heraus gefunden werden, ob die im G8-Jahrgang unterrichteten Schülerinnen und Schüler Benachteiligungen im Sinne von schlechteren Noten erfahren haben gegenüber den Schülern aus dem 9-jährigen Gymnasium. Die Ministerin kündigte weiter an, bei festgestellten Nachteilen von G8-Schülern sog. Stützunterricht am Gymnasium zusätzlich einzuführen. Die GEW fordert eine Veröffentlichung der Leistungsvergleiche von G8 und G9-Schülern durch Bekanntgabe der Notenabfrage an den saarländischen Gymnasien. Eine solche Offenlegung muss aus Sicht der GEW einen differenzierten Notenvergleich aller Fächer beinhalten, um insbesondere eine vergleichende Bewertung der Leistungen in den Hauptfächern vornehmen zu können. GEW-Landesvorsitzender Klaus Kessler sagte dazu wörtlich: „Ich gehe davon aus, dass es in einigen Hauptfächern deutliche Notenunterschiede gibt, die die Ministerin nicht verschweigen darf. Angesichts der heftigen Diskussionen um das G8 kann sich die Frau Kramp-Karrenbauer einer differenzierten Darstellung der Notenvergleiche in den einzelnen Fächern nicht entziehen. Die Eltern haben ein Recht darauf, zu erfahren, inwiefern die gymnasiale Schulreform Vor- bzw. Nachteile für ihre Kinder bringt. Bei einer solch tiefgreifenden Reform wie dem G8 hat die Bildungsministerin die Pflicht gegenüber Eltern, Schülern und Lehrern alle im 8-jährigen Gymnasium erhobenen Bildungsdaten zu veröffentlichen.“ Abschließend kritisiert die GEW, dass die saarländische Landesregierung es bislang abgelehnt hat, einen Bildungsbericht für das Saarland zu erstellen, aus dem hervorgeht, welche Maßnahmen zu welchem Zweck mit welchem Erfolg durchgeführt worden sind. Andere Bundesländer erstellen solche Bildungsberichte zur Beobachtung ihrer Bildungssysteme und der Wirkung von Reformen zur Qualitätsverbesserung.
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