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Pressemitteilung 09-2008

07.03.2008

 KMK-Beschluss zum G8 bringt keine Verbesserungen für das Saarland
 Flexibilisierung der Stundentafel ist Täuschung der Öffentlichkeit

Mit scharfen Worten kritisiert GEW-Landesvorsitzender Klaus Kessler den jüngsten Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder zur sog. Flexibilisierung der Stundentafel des 8-jährigen Gymnasiums. Danach können die Schulen von den insgesamt bis zum Abitur vorgeschriebenen 265 Jahreswochenstunden 5 Stunden für Übungen, Vertiefungen und Projekte verwenden und so die Stundentafel insgesamt flexibler gestalten.

GEW-Chef Klaus Kessler sagte dazu: „Das ist exakt die Regelung, die wir im Saarland seit Einführung der G8 bereits haben. Insofern bringt dies keine Verbesserungen für die vom G8 Betroffenen. Hier findet eine massive Täuschung der Öffentlichkeit statt. Es wird so getan, als ob die gymnasiale Stundentafel flexibel handhabbar sei, dabei bleibt alles beim Alten. Im Grunde haben die Kultusminister versagt. Es ist ihnen nicht gelungen, einen Beschluss zu fassen, wie das G8 insgesamt stressfreier, humaner und auch für die Eltern weniger belastend gestaltet werden kann. Erfolgreich gedrückt haben sich die Kultusminister wieder einmal vor der Frage der Einrichtung von echten Ganztagsschulen, wie sie mittlerweile europäische Standards sind. In einem Ganztagsschulsystem lässt sich G8 problemlos einrichten, hierzu sind aber erheblich mehr Investitionen in die Schulen erforderlich als die Länder derzeit bereit sind zu tätigen.“

Abschließend warnt die GEW davor, durch die sog. Flexibilisierung der Stundentafel Kürzungen von Fachstunden durch die Hinterhand einzuführen. Die Ankündigung, dass über den erlaubten Rahmen von 5 nicht gebundenen Fachstunden auch hinaus gegangen werden kann, ist der Einstieg in einer echten Stundentafelkürzung.

Die GEW fordert Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer dazu auf, sich als Präsidentin in der Kultusministerkonferenz der Länder dafür stark zu machen, dass neben einer notwendigen Überarbeitung der Lehrpläne am Gymnasium flächendeckend echte Ganztagsschulen eingeführt werden.

 
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