GEW
kritisiert hohe Zahl von Schulabbrechern am Gymnasium (G8) Für den Landesvorsitzenden der GEW, Klaus Kessler, ist diese hohe Zahl ein Armutszeugnis für die saarländische Bildungspolitik, die nicht in ausreichendem Maße dafür Sorge trägt, dass es auch am Gymnasium nicht zu gescheiterten Schulkarrieren kommt. Hierfür verantwortlich sieht Klaus Kessler in erster Linie die überhastete Einführung des G8 und die zu wenig vorhandene Zeit und unzulängliche Fördermöglichkeiten zum vertieftem Üben des Lernstoffes. Wörtlich sagte der GEW-Chef: „Wir brauchen ebenso am Gymnasium dringend mehr Förderstunden, kleinere Klassen und eine bessere Schüler-Lehrer-Relation, damit langsamer lernender Kinder auch hier eine Chance haben. Des Weiteren muss die Praxis des Sitzenbleibens, die im Grunde nicht viel bringt, neu überdacht werden. Hier fordern wir anstelle des Sitzenbleibens am Gymnasium die Einführung von verbindlichem Förderunterricht für Schülerinnen und Schülern mit Lern- und Leistungsrückständen.“
Abschließend fordert die GEW Kultusministerin Kramp-Karrenbauer dazu
auf, das Gymnasium im Saarland pädagogisch zu reformieren, damit
anstelle von Selektionsmaßnahmen Fördermaßnahmen durchgeführt werden
können, um die hohe Zahl der Schulabbrecher zu senken.
|
|
|
|||||
| © 2011 Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Saarland | |||||