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Pressemitteilung 25-2008

02.10.2008

 GEW zur Verbesserung der Hauptschullehrerbesoldung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, hat die im Landtag beschlossene Verbesserung der Hauptschullehrerbesoldung begrüßt, aber gleichzeitig die Finanzierung dieser Maßnahme durch eine Absenkung von neu einzustellenden Realschullehrkräften massiv kritisiert. Der Landesvorsitzende der GEW, Klaus Kessler, sagte dazu: „Die Zahlung einer ruhegehaltswirksamen Zulage in Höhe von 200 Euro für Hauptschullehrkräfte an Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen ist eine Teilverbesserung für die Lehrkräfte, die die gleiche Arbeit verrichten wie die Realschullehrer. Bestehen bleibt nach wie vor eine Ungleichheit in der Bezahlung von etwa 200 Euro, so dass immer noch nicht nach dem von uns geforderten Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ verfahren wird. Dennoch begrüßen wir diese Regelung als Schritt in die richtige Richtung. Auf unsere strikte Ablehnung stößt die Finanzierung dieser Maßnahme. In einer Zeit des eklatanten Lehrermangels und des Wettbewerbs der einzelnen Bundesländer um qualifizierte Lehrkräfte ist es geradezu fahrlässig, den neu einzustellenden Lehrkräften weniger Geld zu zahlen als andere Bundesländer. Bereits jetzt wandern zahlreiche Lehramtsabsolventen in andere Bundesländer ab, wo ihnen bessere Einstellungsbedingungen geboten werden als im Saarland. Die Absenkung der Eingangsbesoldung wird diesen Abwanderungstrend noch verschärfen.“

Die GEW kritisiert grundsätzlich das Fehlen eines Personalkonzepts zur Lehrerversorgung aller saarländischen Schulen für die nächsten 10 Jahre. Angesichts einer massiven Zunahme von Ruhestandsversetzungen infolge der Altersstruktur der saarländischen Lehrkräfte – ab 2014 geht jeder zweite in den Ruhestand – wird es zu einer Verschärfung des Lehrermangels im Saarland kommen. Dieser Situation muss die Landesregierung durch ein entsprechendes Maßnahmenpaket entgegenwirken. Die GEW fordert hierzu die Kultusministerin auf ein Konzept zum mittel- und langfristigen Personalbedarf zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung an den saarländischen Schulen in den nächsten 10 Jahren vorzulegen.

GEW-Chef Klaus Kessler sagte dazu abschließend: „Die Absenkung der Lehrerbesoldung ist geradezu Gift für den Lehrerarbeitsmarkt im Saarland. Ich befürchte allerdings, dass diese Maßnahme ein Einstieg in die Absenkung der Lehrerbesoldung generell sein soll, was allerdings unseren massiven Protest auf den Plan rufen wird.“

 
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