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Pressemitteilung 29-2008

17.11.2008

 GEW fordert dauerhaften Erhalt der Oberstufen an den Gesamtschul-
 standorten Türkismühle und Marpingen

Auf Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, ist die Ankündigung von Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gestoßen, dass die Oberstufen der Gesamtschulen in Türkismühle und Marpingen nur noch ausnahmsweise für die jetzigen Zwölftklässler am Standort der jeweiligen Schule erhalten bleiben. Nach Aussage der Ministerin werden ab dem nächsten Schuljahr die Oberstufen beider Schulen nach St. Wendel verlagert werden, um dort in ein Kooperationssystem mit anderen Oberstufen eingebunden zu werden.

GEW-Landesvorsitzender Klaus Kessler kritisiert diese Schulplanung mit den Worten: „Kramp-Karrenbauer will die Gesamtschulen schwächen, durch eine Rolle rückwärts in der Oberstufenfrage. Zuerst werden die Oberstufen an den Standorten genehmigt und dann sollen sie wieder abgebaut werden, obwohl hier eine erfolgreiche Arbeit geleistet wird. Dies ist ein massiver Schlag ins Gesicht der engagierten Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler. Es gibt keine sachlichen Gründe, die gegen den Erhalt der Oberstufen vor Ort sprechen. Beide Schulen haben genügend qualifizierte Lehrkräfte für den Oberstufenunterricht, eine ausreichende Schülerzahl sowie die entsprechenden Räume für den Oberstufenunterricht. Die Entscheidung der Ministerin, die Oberstufen an den Standorten Türkismühle und Marpingen abzuschaffen ist das offensichtliche Zugeständnis an die ideologischen Hardliner in der CDU, die der Gesamtschule eine gymnasiale Oberstufe absprechen wollen.“

Die GEW warnt davor, bewährte und gewachsene Strukturen der Gesamtschulen zu zerschlagen und erwartet in der Debatte des Landtages am kommenden Mittwoch zu dem Thema von den Parteien ein klares Bekenntnis zu den Gesamtschulen im Saarland inklusive einer Stärkung der Oberstufenstandorte. GEW-Chef Klaus Kessler kündigt an, die Eltern, Lehrer und Schüler/innen in ihren Protesten gegen eine Zerschlagung der Gesamtschuloberstufen tatkräftig zu unterstützen.

 
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