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GEW erreicht päd. Verbesserungen bei Abschlussprüfungen und
neue Ausschreibung von Funktionsstellen

 GEW steht zur Gesamtschule!
 SLLV will Gesamtschule abschaffen!  

Der SLLV hat sich für ein zweigliedriges Schulsystem im Saarland ausgesprochen. Danach soll es die Gesamtschule nicht mehr geben.  mehr ...

Gesamtschulen sind besser

Gesamtschulen nehmen alle SchülerInnen in ihrer Heterogenität an und verzichten konsequent auf jede Selektion. Sie halten fest an der Überzeugung, dass gemeinsames Lernen unterschiedlich begabter SchülerInnen möglich ist und allen Beteiligten Vorteile bringt. Das Bemühen um Integration und Chancengleichheit ist Eckpfeiler der pädagogischen Arbeit an Gesamtschulen. Die Erziehung zu eigenverantwortlichem Lernen nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein.

Durch die PISA-Studie, die den Ländern mit integrativen Schulsystemen durchweg vordere Rangplätze zuweist, werden die bildungs- und gesellschaftspolitischen Prinzipien der Gesamtschule eindrucksvoll bestätigt.

Anstatt jedoch von politischer Seite gefördert und ausgebaut zu werden, hat die Gesamtschule im Saarland in den vergangenen Jahren eine negative Entwicklung erfahren. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Seit Jahren werden an Gesamtschulen weniger Lehrkräfte neu eingestellt als an Erweiterten Realschulen und Gymnasien. Hierbei handelt es sich um eine politisch gewollte Benachteiligung der integrativen Schulform.

  • Die Stundentafel an Gesamtschulen wurde einschneidend verändert. Besonders schwer wiegen die Kürzungen im Bereich der Stunden für pädagogische Maßnahmen (Klassenrat, Freie Arbeit, Tischgruppentraining, Projektstunde).

  • Die Lehrerarbeitszeit an Gesamtschulen wurde mehrfach erhöht.

  • Die im Schuljahr 2001/02 erstmals durchgeführten landesweiten zentralen Abschlussprüfungen sind nicht Instrumente der Förderung, sondern der Selektion. Sie stehen damit im Widerspruch zur Konzeption der Gesamtschule und behindern deren Arbeit.


Die Fachgruppe Gesamtschule der GEW fordert daher von der Landesregierung:

1. Gesamtschulen müssen flächendeckend möglichst als Ganztagsschulen angeboten werden.

2. Das gemeinsame Lernen unterschiedlich begabter SchülerInnen sollte mindestens bis zum 10. Schuljahr gewährleistet sein.

3. Die Entscheidung über die Schullaufbahn eines Kindes sollte möglichst spät fallen. Zur Durchführung selektiver Maßnahmen dürfen Gesamtschulen deshalb nicht gezwungen werden.

4. Fördermöglichkeiten zum Ausgleich von Defiziten müssen erhalten und möglichst ausgebaut werden.

5. Gewalt- und Suchtprävention sind unverzichtbarer Bestandteil der Gesamtschularbeit. Gestaltungsfreiräume für die Durchführung dieser Arbeit müssen garantiert werden.


Die von Gesamtschulen angestrebte soziale Integration kann nur geleistet, wenn Schulsozialarbeit in ausreichendem Maße angeboten werden kann.

Stunden für pädagogische Maßnahmen, in denen SozialarbeiterInnen und Lehrkräfte nach gemeinsam erarbeiteten Konzepten zusammenarbeiten können, werden dringend benötigt.

Wegen der Heterogenität der Schülerschaft spielen Formen des Offenen Unterrichts an Gesamtschulen eine viel größere Rolle als an Schulen des gegliederten Schulsystems. Die derzeit üblichen Klassengrößen belasten Gesamtschulen somit stärker als andere. Die doppelte Tutorenschaft für alle Klassen muss deshalb unbedingt beibehalten bzw. wieder hergestellt werden.

 
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