Es war ein Versuch, und er ist gelungen. Die gut besuchten
Seniorentage, die der KV Blies und der KV Saar-Pfalz alljährlich
organisieren haben den Landesseniorenausschuss (LSA) ermutigt,
es einmal mit einer solchen Veranstaltung auf Landesebene zu
versuchen.
Er lud ein zu einem Jahrestreffen am 25. Oktober nach Saarlouis.
Ein Programm sollte geboten werden, das sowohl Information als
auch Geselligkeit und Kultur bietet.
So begann der Tag in der „Cave Lasalle“, dem schönen Gewölbekeller
im „Haus Koch“. Zum Thema „Wohnen im Alter“ stellte Herr
Engelbert Feld, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Bau- und
Siedlungsgesellschaft (GBS) das Projekt „Wohnen 50 Plus“ vor.
Die zurzeit im Bau befindliche Wohnanlage umfasst 22 Wohnungen
zwischen 33 und 99 m², alle barrierefrei und vier davon auch
rollstuhlgerecht. Die Wohnungen sind als Mietwohnungen gedacht
und somit eine Alternative zum Erwerb etwa einer altengerechten
Wohnung in einer Anlage für betreutes Wohnen. Keine
Eigentumsbindung im Alter, kein Stress mit Reparaturen, keine
Verpflichtungen gegenüber der Eigentümergesellschaft sollen ein
„sorgloses Wohnen“ garantieren. Die Nachfrage ist bereits größer
als das Angebot, alle Wohnungen sind schon vergeben, und so
waren sich am Ende alle einig, dass dieses Beispiel auch in den
anderen Städten unseres Landes Schule machen sollte.
Von einem historischen Gewölbe ging es gleich darauf ins nächste.
Das Mittagessen wurde im Restaurant „Da Momo“ in den Kasematten,
der “längsten Theke“ im Land, serviert.
So gestärkt führte Gilbert Jaeck die rund zwanzig Teilnehmer/innen
dann auf einen kleinen Rundweg durch die Überreste der alten
Festungsanlage. Schwerpunkt dieser Führung war die
Entstehungsgeschichte der Stadt Saarlouis. 1680 wurde Saarlouis
auf Anordnung des Sonnenkönigs Ludwig XIV. als Festungsstadt zur
Sicherung der neu gewonnenen Territorien in Auftrag gegeben.
Sein berühmter Baumeister Sébastien le Prestre de Vauban, dessen
300. Todestag die Stadt in diesem Jahr gedenkt, ließ die Festung
nach seinen Anweisungen von Thomas de Choisy erbauen, der dann
auch der erste Stadtkommandant wurde. Amüsant und sehr
informativ führte Gilbert Jaeck die Gruppe und blieb auch am
Ende beim Spaziergang durch die Altstadt den Beweis nicht
schuldig, dass Saarlouis nicht nur die französischste Stadt
Deutschlands, sondern auch wirklich die „heimliche Hauptstadt“
unseres Saarlandes ist.
Einigkeit herrschte schließlich bei allen, die mit dabei waren:
Nächstes Jahr muss es wieder eine solche Veranstaltung geben,
nach Möglichkeit mit Gilbert Jaeck in Metz.
Der Landesseniorenausschuss wird diesem Wunsch sicher gerne
entsprechen und auch versuchen, die kleinen Pannen im Vorfeld
der Planung zu vermeiden.
Denn für diese Veranstaltung waren alle Mitglieder ab 60
eingeladen, was dann auch zu einiger Verwunderung führte, und
den einen oder die andere zu erstaunter Nachfrage oder
satirischer Rückmeldung veranlasste.
Hier nun die Auflösung des Rätsels: Ursprünglich sollte diese
Veranstaltung in den Herbstferien stattfinden, im Bemühen auch
die noch Aktiven aber schon in die Jahre gekommenen Kolleginnen
und Kollegen mit einzubinden. Leider musste der Termin aus
organisatorischen Gründen verlegt werden, der Adressatenkreis
blieb aber wie geplant. Das war’s eigentlich schon. Der Vorstand
bittet, das kleine Missverständnis zu entschuldigen und gelobt
Besserung bei der nächsten Veranstaltungsplanung.
Nichtsdestotrotz freut sich der LSA über jede konstruktive
Kritik, aber noch mehr über Anregungen und Wünsche seitens aller
Älteren und Erfahrenen, am meisten aber übers Mitmachen.