...und all den anderen Frauen, die anlässlich des Internationalen
Frauentages am 8. März unter der Leitung von Amei Scheib eine
tolle Revue auf der Bühne des VHS – Zentrums in Saarbrücken
darboten.
100 Jahre Frauenbewegung, unter dem Thema „ Brot und Rosen und
morgen noch mehr“- 33 Frauen, überwiegend aktive
Gewerkschafterinnen haben ab Januar für diese Aufführung fleißig
geprobt und einen Querschnitt durch die Geschichte der letzten
100 Jahre der Frauenbewegung gezeigt.
Von den Anfängen bis zur heutigen Zeit spielten, sangen und
zitierten die Frauen teils lustige, kämpferische, aber auch
beklemmende und traurige Beispiele eines Frauenlebens. Texte von
Clara Zetkin, Bertha von Suttner, Kurt Tucholsky, Erich Kästner,
Friedrich Hollaender, Bert Brecht u.v.a. kamen zur Aufführung.
Die Laiendarstellerinnen bewiesen viel Musikalität und Mut für die
oft schwierigen Texte und Melodien, einige traten sogar als
Solistinnen auf. Da macht es mich natürlich sehr stolz, dass
auch aus der Fachgruppe Sozialpädagogische Berufe zwei
Kolleginnen aktiv dabei waren.
Übrigens wurde unsere langjährige Kollegin Carola Kesting geehrt,
weil sie zu den Gründerinnen der DGB-Frauenarbeit gehört!
Da wirkte der Auftritt unserer Sozialministerin Annegret
Kramp-Karrenbauer, die zu Beginn des Programms als Putzfrau ihre
Erfahrungen mit der Männerwelt zum Besten gab, doch etwas
deplatziert. Ich jedenfalls kenne keine Frau, die heute noch mit
Kittelschürze und Kopftuch ihrer Putztätigkeit nachgeht und erst
recht nicht verdient, dass man sie in dieser Rolle karikiert.
Das mag an Faasenacht noch lustig sein, aber nicht in Verbindung
mit der Geschichte der Frauenbewegung. Oder haben wir keine
anderen Probleme als uns über „Tollpatschige und
lebensuntüchtige“ Männer lustig zu machen?